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Farben Lacke Spraydosen Reiniger
Lackspray KH-Lack
Kunstharzlacke werden speziell in Bereichen eingesetzt, wo es auf erhöhte Ölbeständigkeit und kurzfristige Benzinbeständigkeit ankommt. Paradebeispiele dafür sind Bau- und Landmaschinen. Idealer Untergrund sind Eisen und auch Holz.
Nicht geeignet sind Alu, Zink und Kunststoff, da KH-Lacke mit den Jahren immer mehr verspröden.

Wegen Mängel im Bereich Vergilbung und Glanzhaltung wird dieser Lack eher nicht im Fahrzeugbereich eingesetzt. Dieser Anspruch ist jedoch bei Bau- und Landmaschinen nicht gegeben.

ACHTUNG
Oft werden Nitro-Alkyde als KH-Lacke verkauft, weil Alkyd ja ein Kunstharz ist. Dies ist jedoch gänzlich falsch! Ein Nitro-Alkyd ist ein reiner Nitrolack und hat nichts mit einem KH-Lack zu tun!

Noch wichtig: Wenn ein KH-Lack mit einer Spraydose überlackiert wird, kann es - je nach Alter des KH-Lackes - zu leichten bis massiven Hochzieherscheinungen kommen (Abbeizeffekt). Dies gilt auch, wenn der KH-Lackspray ein 2. mal lackiert wird und die 1. Schicht bereits trocken ist. Ein KH-Lack sollte daher immer naß-in-naß überlackiert werden. Dieser Nachteil ist es, warum sich KH-Lacke als Spray nicht durchsetzen.

Techn. Info: Ein Nitrolack, oder auch Säurehärter-Lack (SH) genannt, braucht eine Harzmodifikation zur Vernetzung und Stabilisierung. Diese Modifikation übernimmt das Alkyd (AK). Eine Modifikation ist jedoch keine Harzbasis, sondern quasi nur eine "Veredelung".