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Lackspray Acryllack
Sie kennen das. Sie haben schon die x-te Seite besucht und lesen praktisch bei jedem Lackspray, dass es sich um Acryllack handelt. Das Problem dabei ist, dass diese sehr allgemeine Bezeichnung nicht eindeutig die Harzbasis definiert.

Vielleicht kennen Sie den Vorgang: Sie haben einen Spray gesprüht und müssen ihn nach 1 Jahr wieder erneuern, weil er komplett ausgebleicht ist. Sie machen sich wieder auf die Suche, wie schon vor 1 Jahr, und stehen wieder vor dem gleichen Problem wie damals. Sie finden Sprays um 4 / 6 / 8 / 10 Euro.
Wo liegt das Problem? Genau, auf jedem Spray steht Acryllack. Vermutlich werden Sie diesmal den teureren Spray nehmen ... aber leider sind Sie damit nicht auf der sicheren Seite.

Das Problem liegt hauptsächlich daran, dass auf jeder Beschreibung der gleiche Nonsens steht.
Wie da etwa wären:
  • wetter- und UV-beständig
  • gilbungsbeständig
  • sehr gute Kratzfestigkeit
  • gute Deckkraft
  • schnelle Trocknung etc etc

  • Wenn Sie sicher sein wollen welches Produkt Sie kaufen, fragen Sie nach der Bindemittelbasis des Lacksprays. Speziell bei minderwertigen Sprays wird diese mit Absicht nicht angegeben und eben einfach als Acryllack bezeichnet.

    Hier die verschiedenen Bindemittel für Acryllack und die wichtigsten Unterschiede:

    Nitro-Alkyd ... Nitro-Acryl ... Nitro-Kombi
    Nicht der Beste, aber der am meisten verkaufte Spray.
    Größter Vorteil: Extrem schnelle Trocknung. Dadurch speziell als Markierspray im Industriebereich im Einsatz. Wie z.B. zum Beschriften von Holzpaletten oder Transportkisten.

    Nachteile: Schlechte Glanzhaltung und dadurch schnelles verblassen (auch bei Mattlacken). Weiters haben diese Sprays oft nicht die beste Deckkraft.

    Dem verblassen (Kreidung) wird oft dadurch entgegen gewirkt, dass der Lack mit Klarlack überlackiert wird. Das hilft zwar, aber selbst der Klarlack kreidet.
    Ein Reinacryl kreidet ohne Klarlack definitiv weniger, als ein Nitro-Kombi mit Klarlack !

    Reinacryl
    Die Unterschiede sind so vielfältig, dass man sie nicht einzeln beschreiben kann. Wir haben dafür eine eigene Tabelle angelegt: Lackspray AC
    Idealler Lackspray für Handwerk, Gewerbe und Industrie.

    Wichtigste Unterschiede:
  • wirklich wetter- und UV-beständig
  • wirklich gilbungsbeständig
  • wirklich kreidungsbeständig
  • neigt nicht zum Ablaufen

  • Diese Merkmale sind oft der Grund, warum diese Lacke stark überteuert angeboten werden.

    Acryl-PUR
    Diese Kategorie auf Basis Acryl-Polyurethan wird dort eingesetzt, wo erstklassiger Verlauf und Glanzhaltung etc. gewünscht ist, vorwiegend also im Fahrzeugbereich.

    2K-PUR
    Ein zweikomponentiger Polyurethan-Lack mit Härter (!), der alle bekannten Beständigkeiten wie ein Autolack aufweist. Beständigkeit gegenüber allen Witterungseinflüssen, sowie chemischer und mechanischer Belastung. Langfristig lösungsmittel-, benzin-, säure- und alkalifest, bei höchster Abriebbeständigkeit. Lichtecht, nicht gilbend. Kratz-, stoß- und schlagfest.
    Das Beste, was ein Spraylack bieten kann.

    2K-Acryl
    Ein zweikomponentiger Acryl-Lack mit Härter, der evtl. absichtlich so bezeichnet wird !
    Es kann sein, dass es sich hierbei nicht um einen Polyurethan, sondern um ein acrylmodifiziertes Alkyd mit freien OH-Gruppen handelt.
    Vorteil: Sehr schnelle Trocknung
    Nachteil: Miserable Glanzhaltung und Kreidung ... evtl. sogar Gilbung